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Berchtesgaden-2026

Hochkalter (2608m)

Mountaineering/Alpine
T5 (UIAA II)
Date of tour
22.9.2026
Tour started at
08:00
Tour finished at
13:48
Active time in hours
5.8 hrs
Distance in km
6.6 km
Ascent
1097 m
Descent
1111 m
Lowest point
1692 m
Highest point
2655 m
mountain
Hochkalter 2608 m
Kleinkalter 2513 m
place
Schöner Fleck 2000 m
Sumperloch

Die Entscheidung fiel am Frühstückstisch, obwohl der Gipfel wolkenverhangen war und die Temperaturen frostig waren. Da ich jedoch gut ausgerüstet war und die Prognose fur Mittag etwas Aufklarung vorhersagte, wagte ich die reizvolle, alpine Tour, die hier neben der Watzmannüberschreitung als weiteres Highlight hervorgehoben wird.

Schon nach einem kurzen Einlaufen ging es am Steilhang des Massivs eine lange Schuttrinne hinauf, die dann am Ende, unterhalb des Grats, in einer Wand endete, wo die ersten Ier Kletterstellen anstanden. Ein toller Auftakt!

Hier oben blies ein eisiger Wind um die Null Grad, weshalb die volle Wintermontur angezogen wurde. Im felsigen Gelände ging es zunächst am Rotpalven (2307m) vorbei, dann wartete die Schlüsselstelle, eine ca. 12m Wand im zweiten Grad, auf mich. Beim Hochgehen wurde mir sofort klar, dass es der Abstieg in sich haben würde. Denn allzu viele Griffe gab es nicht und abstürzen war hier nicht drin. Langsam aber sicher umhüllte mich mehr und mehr der Nebel, ich baute immer noch auf die Wetterprognose, um womöglich wenigstens am Gipfel noch etwas Sicht zu haben. Die Felsen zeigten zunehmend angeeiste Stellen, jedoch war der Grip noch 1a, weshalb ich das Weitergehen nicht infrage stellen brauchte. Ich erreichte unter der angebenen Zeit den Kleinkalter und ein paar Minuten später dann den Hauptgipfel - immer mal wieder gab es ca. 100 bis 200m Sicht, mehr war aber nicht drin. immerhin war es am Gipfel komischererweise nahezu windstill, weshalb ich hier trotz der frostigen Temperaturen (Wetterbericht sagte -1 Grad) ein paar Minuten pausieren konnte.

Der Abstieg erfolgte auf dem Aufstiegsweg. Die Schlüsselstelle war wie erwartet alles andere als einfach abzuklettern, womöglich fehlte mir hier aber einfach nur die nötige Routine. Unterhalb des Rotpalven setzte sich dann endlich die Sonne etwas durch, weshalb ich die erste längere Rast wagte. Mit Blick bis nach Berchtesgaden.

Glücklich und demütig war ich dann knapp 6h später wieder wohlbehalten an der Blaueishütte und konnte auf eine fantastische Tour zurückblicken, die definitiv das Highlight dieses Bergsommers geworden ist. Das Wetter war dabei fast zweitrangig, weil der Weg einfach sehr viel Spass machte.

Die Schutrinne kurz nach Beginn.
Der Rotpalven u seine steile Süd/Ostseite.
Die Sonne musste man sich dazudenken!
Immer wieder auch ausgesetzter.
Rastplatz kurz vor der Schuttrinne.
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